Erfolge

Die Reformation verbreitete sich schnell durch Gesang und durch persönliche Bibellektüre. Kirchliche Tradition wurde mit der Bibel in der Hand hinterfragt. Es entstanden verschiedene neue Glaubensgemeinschaften. So gab Huldrych Zwingli den Anstoß für die Theologie der „Reformierten“, die „Täufer“ praktizierten neue Arten von Gemeinschaft. Die Reformation fand in Gelehrtennetzwerken statt. Über Briefe tauschte man sich aus.

Rollende Reformation

Die Reformation war zunächst ein städtisches Ereignis. Die Städte waren Orte des Humanismus und die Einwohner konnten oft lesen. Zudem entsprachen die evangelischen Ideen häufig der bürgerlichen Vorstellungswelt. Die Entscheidung, die reformatorische Lehre anzunehmen, war auch eine politische Chance für die Herrschaftsträger.

Die Reichsstädte waren oft von fremden Herrschaftsgebieten umgeben. Mit ihrem Glaubenswechsel markierten die Reichsstädte ihre Unabhängigkeit und konnten so den anderen Mächten ihre Selbstständigkeit beweisen. Nach dem Bauernkrieg 1525 wurde die Reformation zu einer Angelegenheit der Fürsten.

  • 1520–1525

  • 1526–1531

  • 1532–1537

  • 1538–1542

  • 1543–1548

  • 1549–1554

Credits

Recherche

Robert KluthNiels Reidel

Grafik

Barbara MayerFabian Dinklage

Literaturnachweis

Achterberg, Herbert: Luthers Reformation: Länder und Städte, in: Deutscher Kulturatlas; 3: Vom Humanismus zum Rokoko, hrsg. v. Gerhard Luedtke/ Lutz Mackensen, 3, 5 Bände, Berlin, 1928, 215.Die Territorien des Reichs im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung: Land und Konfession 1500-1650, hrsg. v.Anton Schindling, Münster, 1990.Isaiasz, Vera/Lotz-Heumann, Ute/Mommertz, Monika/u. a.: Stadt und Religion in der frühen Neuzeit : soziale Ordnungen und ihre Repräsentationen, Frankfurt am Main, 2007.Moeller, Bernd: Reichsstadt und Reformation, Berlin, 1987.