Netzwerke der Reformation

Das Netzwerk zeigt, soweit es die überlieferten Daten erlauben, alle Korrespondenten, mit denen die abgebildeten

Hauptprotagonisten der Reformation im Briefwechsel standen. Obwohl viele Schreiben verloren gegangen sind,

präsentieren sich beide Hauptreformatoren als Vielschreiber. Luthers ca. 4 300 Briefen stehen ca. 7 500 Briefe Philipp

Melanchthons gegenüber. Beide verfügten über je eigene Korrespondentenkreise und hatten nur etwa 30 gemeinsame

Adressaten, darunter als wichtige Knotenpunkte Johannes Bugenhagen und Justus Jonas sowie auch den Kaiser.

Melanchthon besaß deutlich mehr Korrespondenten als Luther.

 

Ulrich von Hutten war gut in das Netzwerk der Reformation eingebunden, anders als Thomas Müntzer, der wie ein

Außenseiter wirkt. Mit den Vertretern der katholischen Kirche (Papst, Kardinal) gab es ebenfalls kaum Berührungs-

punkte, da sie andere (katholische) Briefpartner hatten. Die Künstler waren sowohl mit den Reichspolitikern als auch

mit den Reformatoren vernetzt, schrieben aber vergleichs­weise wenig Briefe. Von Lucas Cranach sind nur sieben

Briefe überliefert. Ein vollständigeres Abbild der Reformationsnetzwerke bedarf weiterer Forschung.

 

Briefwechsel von Protagonisten

der Reformationszeit nach Quellenedition

Netzwerke der Reformation

Das Netzwerk zeigt, soweit es die überlieferten Daten erlauben, alle Korrespondenten,

mit denen die abgebildeten Hauptprotagonisten der Reformation im Briefwechsel standen.

Obwohl viele Schreiben verloren gegangen sind, präsentieren sich beide Hauptreformatoren

als Vielschreiber. Luthers ca. 4 300 Briefen stehen ca. 7 500 Briefe Philipp Melanchthons

gegenüber. Beide verfügten über je eigene Korrespondentenkreise und hatten nur etwa

30 gemeinsame Adressaten, darunter als wichtige Knotenpunkte Johannes Bugenhagen und

Justus Jonas sowie auch den Kaiser. Melanchthon besaß deutlich mehr Korrespondenten als Luther.

 

Ulrich von Hutten war gut in das Netzwerk der Reformation eingebunden, anders als

Thomas Müntzer, der wie ein Außenseiter wirkt. Mit den Vertretern der katholischen Kirche

(Papst, Kardinal) gab es ebenfalls kaum Berührungspunkte, da sie andere (katholische)

Briefpartner hatten. Die Künstler waren sowohl mit den Reichspolitikern als auch mit den

Reformatoren vernetzt, schrieben aber vergleichs­weise wenig Briefe. Von Lucas Cranach sind

nur sieben Briefe überliefert. Ein vollständigeres Abbild der Reformationsnetzwerke bedarf

weiterer Forschung.

 

Briefwechsel von Protagonisten

der Reformationszeit nach Quellenedition

Netzwerke der Reformation

Das Netzwerk zeigt, soweit es die überlieferten Daten erlauben, alle Korrespondenten,

mit denen die abgebildeten Hauptprotagonisten der Reformation im Briefwechsel standen.

Obwohl viele Schreiben verloren gegangen sind, präsentieren sich beide Hauptreformatoren

als Vielschreiber. Luthers ca. 4 300 Briefen stehen ca. 7 500 Briefe Philipp Melanchthons

gegenüber. Beide verfügten über je eigene Korrespondentenkreise und hatten nur etwa

30 gemeinsame Adressaten, darunter als wichtige Knotenpunkte Johannes Bugenhagen

und Justus Jonas sowie auch den Kaiser. Melanchthon besaß deutlich mehr Korrespondenten

als Luther.

 

Ulrich von Hutten war gut in das Netzwerk der Reformation eingebunden, anders als

Thomas Müntzer, der wie ein Außenseiter wirkt. Mit den Vertretern der katholischen Kirche

(Papst, Kardinal) gab es ebenfalls kaum Berührungspunkte, da sie andere (katholische)

Briefpartner hatten. Die Künstler waren sowohl mit den Reichspolitikern als auch mit den

Reformatoren vernetzt, schrieben aber vergleichs­weise wenig Briefe. Von Lucas Cranach sind

nur sieben Briefe überliefert. Ein vollständigeres Abbild der Reformationsnetzwerke bedarf

weiterer Forschung.

 

Briefwechsel von Protagonisten

der Reformationszeit nach Quellenedition

Netzwerke

der Reformation

Das Netzwerk zeigt, soweit es die über-

lieferten Daten erlauben, alle Korrespon-

denten, mit denen die abgebildeten Haupt-

protagonisten der Reformation im Brief-

wechsel standen. Obwohl viele Schreiben

verloren gegangen sind, präsentieren sich

beide Hauptreformatoren als Vielschreiber. Luthers ca. 4 300 Briefen stehen ca. 7 500

Briefe Philipp Melanchthons gegenüber.

Beide verfügten über je eigene Korrespon-

denten­­kreise und hatten nur etwa 30

gemeinsame Adressaten, darunter als

wichtige Knotenpunkte Johannes Bugen-

hagen und Justus Jonas sowie auch den Kaiser. Melanchthon besaß deutlich mehr

Korrespondenten als Luther.

 

Ulrich von Hutten war gut in das Netzwerk der Reformation eingebunden, anders

als Thomas Müntzer, der wie ein Außen-

seiter wirkt. Mit den Vertretern der katho-

lischen Kirche (Papst, Kardinal) gab es

ebenfalls kaum Berührungspunkte, da sie

andere (katholische) Briefpartner hatten.

Die Künstler waren sowohl mit den Reichs-

politikern als auch mit den Reformatoren

vernetzt, schrieben aber vergleichs­weise

wenig Briefe. Von Lucas Cranach sind nur

sieben Briefe überliefert. Ein vollständigeres

Abbild der Reformationsnetzwerke bedarf

weiterer Forschung.

 

Briefwechsel von

Protagonisten

der Reformationszeit

nach Quellenedition

Reformatoren

Fürsten

Künstler

Humanisten

Korrespondenten

Intensität der

Korrespondenz

zwischen zwei Personen

1–10 Briefe

10–100 Briefe

> 100 Briefe

Zeitlicher Verlauf des Briefverkehrs

Viele der Briefe sind von den Absendern nicht datiert worden. Trotz dieser Unschärfe ergeben die datierten Briefe

ein interessantes Bild. Die Briefwechsel der Reformatoren sind gleichmäßig überliefert, gehen aber nach Luthers Tod

(1546) deutlich zurück. Die meisten überlieferten Briefe der Politiker stammen aus der Zeit, als Kaiser Karl V. und die

Protestanten Krieg führten (1546/47).

Anzahl

der Briefe

Undatierte

Briefe

250

5502

100

10

1501

1506

1511

1516

1521

1526

1531

1536

1541

1546

1551

1556

1560

Zeitlicher Verlauf des Briefverkehrs

Viele der Briefe sind von den Absendern nicht datiert worden. Trotz dieser Unschärfe ergeben

die datierten Briefe ein interessantes Bild. Die Briefwechsel der Reformatoren sind gleich-

mäßig überliefert, gehen aber nach Luthers Tod (1546) deutlich zurück. Die meisten über­-

lieferten Briefe der Politiker stammen aus der Zeit, als Kaiser Karl V. und die Protestanten

Krieg führten (1546/47).

Anzahl

der Briefe

Undatierte

Briefe

5502

250

100

10

1501

1506

1511

1516

1521

1526

1531

1536

1541

1546

1551

1556

1560

Zeitlicher Verlauf des Briefverkehrs

Viele der Briefe sind von den Absendern nicht datiert worden. Trotz dieser Unschärfe

ergeben die datierten Briefe ein interessantes Bild. Die Briefwechsel der Reformatoren sind gleichmäßig überliefert, gehen aber nach Luthers Tod (1546) deutlich zurück. Die meisten über­lieferten Briefe der Politiker stammen aus der Zeit, als Kaiser Karl V. und die Protestanten Krieg führten (1546/47).

Undatierte

Briefe

Anzahl

der Briefe

250

5502

100

10

1501

1506

1511

1516

1521

1526

1531

1536

1541

1546

1551

1556

1560

Zeitlicher Verlauf

des Briefverkehrs

Viele der Briefe sind von den Absendern

nicht datiert worden. Trotz dieser Unschärfe

ergeben die datierten Briefe ein interessantes Bild. Die Briefwechsel der Reformatoren

sind gleichmäßig überliefert, gehen aber

nach Luthers Tod (1546) deutlich zurück. Die meisten über­lieferten Briefe der Politiker stammen aus der Zeit, als Kaiser Karl V. und die Protestanten Krieg führten (1546/47).

Anzahl der

Briefe

Undatierte

Briefe

250

5502

100

10

1501

1506

1511

1516

1521

1526

1531

1536

1541

1546

1551

1556

1560

Credits

Recherche

Anne-Simone RousMareile AlferiIngrid DettmannJohanna FurgberAnnemarie KnöfelMike LeskeMonika und Dietrich Lücke (Cranach)Christine Mundhenk (Melanchthon)Brigitte ParscheNiels ReidelJulius RochSteffi Wachsmann

Grafik

Fabian Dinklage

Literaturnachweis

Die Datengrundlage bildet die jeweils zugängliche Briefedition.Dr. Johannes Bugenhagens Briefwechsel, Stettin 1888.Ulrich von Hutten: Vlrichi Hvtteni Eqvitis Germani Opera Qvæ Reperiri Potvervnt Omnia: Briefe von 1521 bis 1525 Bd. 1,2 / 2, hrsg. von Eduard Böcking, Leipzig, 1859D. Martin Luthers Werke, Weimar, 1883-2009 (Weimarer Ausgabe), Bde: WA.BR 1-18Melanchthons Briefwechsel. Kritische und kommentierte Gesamtausgabe, im Auftrag der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, hrsg. v. Heinz Scheible, seit Band T 11 von Christine Mundhenk. Stuttgart-Bad Cannstatt 1977 ff.Thomas Müntzers Briefwechsel, hrsg. von Heinrich Böhmer, Leipzig, 1931Korrespondenz des Kaisers Karl V. Aus dem königlichen Archiv und der Bibliothèque de Bourgogne zu Brüssel, 3 Bde., hrsg. v. Karl Lanz, Leipzig, 1844-1846Politische Korrespondenz des Herzogs und Kurfürsten Moritz von Sachsen, hrsg. v. Erich Brandenburg, ab Bd. 3 von Johannes Hermann, Günther Wartenberg und Christian Winter, 5 Bde., 1900-1904/1992-2006Cranach Digital Archive, hrsg. v. der Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf und der Technischen Hochschule Köln, Link, Stand: 22.06.2016Albrecht Dürer: Schriften und Briefe, hrsg. v. Ernst Ullmann, Leipzig, 1993Dürers Briefe, Tagebücher und Reime. Nebst einem Anhange von Zuschriften an und für Dürer, hrsg. v. Moritz Thausing, Wien, 1872

Bildquellen

Uffzien, Lucas Cranach der Jüngere [Public domain], via Wikimedia Commons;Museo del Prado, Albrecht Dürer [Public domain], via Wikimedia Commons;Kupferstichkabinett Berlin, von Erhard Schön (ca. 1491-1542) [Public domain], via Wikimedia Commons;Nationalmuseum Stockholm, Lucas Cranach der Ältere [Public domain], via Wikimedia Commons;Karl V. von Juan Pantoja de la Cruz, inspiré sur Tiziano Vecellio (english Wiki) [Public domain], via Wikimedia Commons;Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Lucas Cranach der Jüngere [Public domain], via Wikimedia Commons;Evangelisches Predigerseminar Wittenberg, Lucas Cranach der Ältere [Public domain], via Wikimedia Commons;Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Lucas Cranach der Ältere [Public domain], via Wikimedia Commons;