#HereIstand

Martin Luther, die Reformation und die Folgen

Im Mittelalter forderte die Kirche von den Gläubigen gute Werke. Sie seien der Weg zum Seelenheil. Der Kauf eines Ablasses befreie jedoch von Sündenstrafen. Luther kritisierte diese Theologie mit seinen 95 Thesen.

Dies geschah im Jahr 1517. Heute nennen wir die historische Entwicklung, die darauf folgte, Reformation. Die Ausstellung zeigt diese Epoche in sieben Kapiteln. Martin Luthers Herkunft ist die spätmittelalterliche Lebenswelt. Aus dieser Welt ging der Aufbruch der Reformation hervor. Luther entwickelte eine Theologie, die einzig auf der Bibel fußte. Er übte fundamentale Kritik an der Papstkirche und stellte damit die mittelalterliche Gesellschaftsordnung grundlegend in Frage. Das neue Medium, der Buchdruck, machte den Reformator schnell bekannt. Nach anfänglichen Erfolgen, wie beispielsweise der Bibelübersetzung ins Deutsche, führte die Spaltung der abendländischen Kirche in eine gesellschaftliche Krise. Religiöse und politische Konflikte führten zu Hass und Gewalt. Gleichzeitig veränderte die Reformation die Gesellschaftsordnung. Ein Blickwechsel macht lang vergessene Veränderungen der Geschlechterrollen deutlich. Die Reformation hinterlässt der Nachwelt einen vielfältigen Protestantismus.

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Credits

Recherche

Robert Kluth

Grafik

Daniela Scharffenberg

Literaturnachweis

Kunter, Katharina: 500 Jahre Protestantismus: eine Reise von den Anfängen bis in die Gegenwart, Bonn, 2012.Graf, Friedrich Wilhelm: Der Protestantismus: Geschichte und Gegenwart, München, 2006.Martin Luther und die Reformation in Deutschland - Ausstellung zum 500. Geburtstag Martin Luthers im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, hrsg. v. Gerhard Bott, Frankfurt am Main, 1983.